
V.l.n.r.: Rainer Kluge, Ellen Lappöhn, Enrico Schäfer, Claudia Feis
Die SPD Bettenhausen hat einen neuen Vorsitzenden. Anlässlich der Jahreshauptversammlung wurde der 34-jährige Enrico Schäfer zum Nachfolger der aus eigenem Wunsch aus dem Amt scheidenden bisherigen Vorsitzenden Ellen Lappöhn gewählt. Schäfer, seit 1993 Mitglied der SPD, war bisher im Vorstand Wahlkampf-beauftragter. Seit 2006 ist er Sprecher der SPD im Ortsbeirat Bettenhausen und war 2006 Stadtverordneter, bis er hauptberuflich die Geschäftsführung der SPD-Stadtverordneten-fraktion übernahm. Er hat drei Töchter. Dem neuen Vorsitzenden stehen als Stellvertreter Claudia Feis und Rainer Kluge zur Seite, die beide in ihren Ämtern bestätigt wurden.
Der neue Ortsvereinsvorsitzende dankte Ellen Lappöhn im Namen der SPD Bettenhausen für Ihre überaus engagierte und erfolgreiche Arbeit nicht nur für die SPD, sondern für die Bettenhäuserinnen und Bettenhäuser. Er zeigte sich überzeugt, dass die scheidende Vorsitzende als Stadtverordnete im Stadtteil diese Arbeit in der Stadtverordneten-versammlung auch weiterhin fortsetzen werde.
„Bettenhausen ist ein schöner Stadtteil mit einem enormen Potential, das häufig unterschätzt wird“, erklärte Schäfer. Die Entwicklung entlang der Dresdener Straße, die Neustrukturierung eines Fachmarktzentrums an der Leipziger Straße und die Ansiedlung von SMA seien hierfür nur einige Beispiele, so Schäfer.
Die SPD Bettenhausen habe auch im Ortsbeirat wichtige Impulse gesetzt. Hierzu gehöre der neu gestaltete Leipziger Platz, den die SPD nach anfänglichem Widerstand im Ortsbeirat habe durchsetzen können und dessen Entwicklung hin zu einem lebendigen und frisch wirkenden Platz ein großer Erfolg sei. Die Neugestaltung des Dorfplatzes im Kern von Bettenhausen werde ebenfalls unterstützend von der Bettenhäuser SPD begleitet.
Für die nächsten Monate werde die SPD sich schwerpunktmäßig um die zwei wichtigsten Projekte der weiteren Entwicklung Bettenhausens kümmern. Dies sei zum einen, erklärte der neue Vorsitzende, die Nordhessenarena auf dem Salzmann-Gelände. Mit dem sportlichen Aufstieg der Huskies und den Handballern der MT Melsungen nehme das für die ganze Region unverzichtbare Vorhaben endlich Gestalt an. „Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht locker lassen, dass die Nordhessenarena auf dem Salzmanngelände entstehen kann“, kündigte Enrico Schäfer an.
„Auch das Hallenbad Ost werden wir nicht einfach so aufgeben“, so Schäfer. Das nun vorliegende erschreckende Gutachten bewerte nur die Wirtschaftlichkeit bei gleich bleibendem Konzept. Die Vorschläge der SPD Bettenhausen, die von den Ortsbeiräten im Kasseler Osten unterstützt werden, ein neues Konzept für das Bad zu entwickeln und es als ein Bad mit besonderer Ausrichtung auf Senioren einzurichten, sei dabei nicht untersucht worden.
„Wir sind weiterhin überzeugt, dass sich die Sanierung des Hallenbades Ost mit einem neuen Konzept rechnen würde und damit für den Schwimmunterricht der Schulen, die wassersporttreibenden Vereine und die Senioren erhalten werden kann“, so Schäfer. Der Wert des einzigen Hallenbades im Kasseler Osten dürfe auch nicht nur ausschließlich wirtschaftlich betrachtet werden, gab Enrico Schäfer zu bedenken. Zudem berücksichtige das Gutachten nicht, dass das denkmalgeschützte Gebäude bei Nichtnutzung jährlich ebenfalls nicht unerhebliche Kosten verursache, ohne das die Bürgerinnen und Bürger etwas davon hätten.